Gymnasiasten begeistern mit Auftritten

2 600 Euro für die Regionalgruppe Netzwerk Leben kommen bei Benefizkonzert zusammen 

An zwei Abenden stand das Roland-Gymnasium in Burg ganz im Zeichen der Musik. Die Konzerte der Schüler sollten aber nicht nur musikalischen Genuss bringen, sondern auch Spenden für das Netzwerk Leben.Von Nicole Grandt © Volksstimme 23.10.2021 

Burg ● „Lange Zeit konnten wir eine solche Veranstaltung nicht durchführen“, blickt Thomas Dreher, Schulleiter des Roland-Gymnasiums in Burg, auf die vergangenen eineinhalb Jahre zurück. Die Schüler hatten nicht nur mit Lockdown und Homeschooling zu kämpfen, sondern auch mit dem Verzicht, gemeinsam zu musizieren. Nun standen mehrere Ensembles der Schüler wieder auf der Bühne, um dem Publikum in der Aula ihre Künste vorzuführen. Die beiden Konzerte sollten aber nicht nur für musikalischen Genuss sorgen, sondern auch für Spenden, denn es sollten Mittel für ein Schulprojekt in Tansania gesammelt werden und für die Stiftung Netzwerk Leben. Die Stiftung hat ihren Hauptsitz in Magdeburg und möchte schnell und unbürokratisch direkte Hilfen für in Not und Bedrängnis geratene Schwangere, Kinder, Männer und Frauen, Ehen und Familien leisten. Die Spenden vom ersten Konzert sollten dem Netzwerk zugute kommen, die Spenden vom zweiten Konzert gehen dann an das Schulprojekt. Von der Regionalgruppe Netzwerk Leben in Burg waren auch mehrere Zugehörige anwesend, übernahmen die Einlasskontrollen und freuten sich sehr über das Engagement der Schüler und die Spendenbereitschaft der Zuschauer.
„Am ersten Konzert-Abend wurden insgesamt 2 600 Euro gespendet“, freut sich Bernd Felscher von der Regionalgruppe Netzwerk Leben in Burg. Davon kamen allein 1 000 Euro von der Wobau. „In der ersten Pause hat mich die Geschäftsführerin Bärbel Michael beiseite genommen und mir gesagt, dass sie diese Summe spenden möchte. Ich war wirklich überwältigt, damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, berichtet er. Das Geld soll für die Weihnachtspaket-Aktion verwendet werden, mit der rund 50 Familien in Burg unterstützt werden. „Jedes Jahr kommen dabei 90 bis 100 Pakete zusammen, und unsere Helfer, die diese dann zu den Familien bringen, sehen dann in strahlende Kinderaugen.“

Strahlende Augen sah man aber auch bei den Schülern, die endlich einmal wieder auf einer Bühne stehen konnten. „Man hat wirklich gemerkt, wie sehr solche Veranstaltungen im Schulleben gefehlt haben“, berichtet der Schulleiter. „Aber nun durfte ja endlich wieder gesungen und musiziert werden.“

Die Schule habe sich bei der Organisation der Konzerte für eine 2G-Regel entschieden. „Nicht etwa, weil wir jemanden ausgrenzen wollten“, so der Schulleiter. Da die Nachfrage aber sehr groß war, habe man sich bei der Umsetzung aber dafür entschieden, um die Aula möglichst voll besetzen zu können. Rund 170 Gäste füllten den Saal.

Mit dem Netzwerk Leben arbeitet die Schule schon länger zusammen, beispielsweise bei Paket-Aktionen an Weihnachten. So viel auch auf dieses Netzwerk die Wahl, als sich die Frage stellte, wer mit den Spenden aus den Konzertveranstaltungen unterstützt werden sollte. „Allein die Regionalgruppe in Burg absolviert ehrenamtlich jedes Jahr 400 bis 600 Arbeitsstunden, das ist eine Leistung, die man würdigen muss“, erklärt der Schulleiter. Um die Besucher zu einer Spende zu ermutigen, traten an dem Abend dann mehrere Schülergruppen auf, die unterschiedliche musikalische Beiträge einstudiert hatten und damit ein abwechslungsreiches Programm gestalteten. Der Oberstufenchor griff dabei noch einmal das Online-Projekt zum Song The sound of silence auf, das während des Lockdowns entstanden war. Da sich der Chor nicht wie üblich treffen konnte, probten sie online und nahmen dabei ihre Version des Songs auf. Diese Aufnahme wurde nun beim Konzert abgespielt und live durch den Chor ergänzt. Neben dem Chor traten auch das Kammermusik-Ensemble, das Schlagwerk-Ensemble und mehrere Musikkurse mit ihren Beiträgen auf, für die sie viel Applaus bekamen

 

 

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