
Zwei Welten, ein Ziel? – Unser Projekt beim Bundesumweltwettbewerb
Wie kann aus Wissen nachhaltiges Handeln entstehen? Und welche Rolle spielt Bildung dabei? Mit diesen Fragen haben wir – Steven Leine, Clemens Pfeil, Lucian Schulz und Alice Sinde – uns in unserem Projekt „Zwei Welten, ein Ziel?“ beschäftigt. Mit unserer Arbeit nahmen wir erfolgreich am Bundesumweltwettbewerb 2025/2026 teil.
Den Ausgangspunkt bildete die Partnerschaft unserer Schule mit der Schule in Karao in Tansania. Unterstützt wurden wir bei unserer Projektarbeit von unserem Projektbetreuer Herrn Ralf Sieber. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Bildung nachhaltige Entwicklung ermöglichen kann und welche Bedeutung die Zusammenarbeit zwischen unseren Schulen dabei hat.
Wir beschäftigten uns mit den unterschiedlichen Voraussetzungen in Deutschland und Tansania. Welche Möglichkeiten haben junge Menschen, Bildung zu erhalten? Welche Herausforderungen prägen ihren Alltag? Und wie hängen Bildung, soziale Ungleichheit und der Umgang mit natürlichen Ressourcen zusammen? Uns wurde deutlich, wie eng diese Fragen miteinander verbunden sind und wie wichtig es ist, die Perspektiven der Menschen vor Ort einzubeziehen.
Ein zentraler Gedanke unserer Arbeit war die „Hilfe zur Selbsthilfe“. Bildung kann Menschen dabei unterstützen, Herausforderungen selbstständig zu bewältigen, eigene Lösungen zu entwickeln und ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. Gleichzeitig verstanden wir unsere Schulpartnerschaft als Möglichkeit, voneinander zu lernen. Nachhaltigkeit betrifft uns alle, auch wenn unsere Lebensbedingungen und Handlungsmöglichkeiten unterschiedlich sind.
Mit diesem Ansatz passte unser Projekt zum Motto des Bundesumweltwettbewerbs: „Vom Wissen zum nachhaltigen Handeln“. Für uns bedeutete das, Informationen nicht nur zusammenzutragen, sondern zu überlegen, welche Schlussfolgerungen sich daraus für unser eigenes Handeln und unsere Schulpartnerschaft ergeben.
Im Juni 2026 stellten wir unser Projekt bei der Jurytagung in Fuldatal vor. Dort konnten wir unsere Ergebnisse präsentieren, Fragen beantworten und unsere Überlegungen erläutern. Unsere Arbeit vor einer Jury darzustellen, war eine besondere Herausforderung und zugleich eine wertvolle Gelegenheit, unser Projekt aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Im September führte uns der Wettbewerb schließlich zur Preisverleihung ins Klimahaus Bremerhaven. Dort wurde unsere Arbeit mit einem Preis ausgezeichnet, der vom Landesverband der Geographen gestiftet wurde. Diese Anerkennung hat uns sehr gefreut, denn hinter unserem Projekt steckten viel Zeit, gemeinsame Überlegungen und die intensive Auseinandersetzung mit den Themen Bildung und Nachhaltigkeit.
Das damit verbundene Preisgeld von 500 Euro spenden wir vollständig an das Projekt in Tansania. So möchten wir die Arbeit vor Ort unterstützen und mit unserem Wettbewerbserfolg einen Beitrag zur weiteren Zusammenarbeit leisten. Damit wollen wir auch den Gedanken des Wettbewerbs weitertragen und aus unseren Erkenntnissen konkretes Handeln entstehen lassen.
Ein besonderer Dank gilt Herrn Ralf Sieber und Frau Gohla, die unser Projekt begleitet haben. Ebenso danken wir allen, die zu unserem Projekt beigetragen haben!


